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Der Regen klatscht auf die Straße. Das ist kein Prasseln mehr. Das klatscht richtig. Die Autos draußen schwimmen fast vorüber. Alle fahren zu schnell. Ab und zu hupt einer, ganz entrüstet über irgendso einen dämlichen Pinneberger vor ihm. Scheiß-Touristen! Die stehen immer im Weg rum. Auf der Straße, auf dem Fahrradweg, auf der Tanzfläche. Immer dasselbe. Wenn du sie drauf ansprichst labern sie was von Aquaplaning. Wohl zu viele Vox-Reportagen geguckt, was? Aquaplaning! Scheiß auf Aquaplaning! Du willst nach Hause oder noch in eine Bar oder sonst wohin. Auf jeden Fall weg. Bewegung ist, was zählt. Und du bist mal wieder verdammt spät dran. Freitag Abend, gleich halb elf. Der Himmel wird von Minute zu Minute dunkler. Fast wie gedimmt. Als setzte irgendwo ein Grafiker heimlich immer mehr Dreckkraft in das matte Pantone-Grau. Die Luft ist feucht und elektrisch aufgeladen von dem Sommergewitter. Die grellgelben Neonlichter von den Cafes an der Ecke spiegeln sich auf dem klatschnassen Asphalt und mischen sich mit den roten Rücklichtern der vorbeirasenden Autos zu einem morbiden New Rave-Gemälde. Eigentlich mehr Abbild als Bild, das Ganze hat etwas Unwirkliches, Realitätsfernes. Zumindest von außen betrachtet. Oder: von oben.
Ab und zu huscht ein dicker Silber-Tropfen vom Balkonsims über mir im zweiten Stock direkt an meiner Nase vorbei, langsam genug, um das seltsame Licht zu reflektieren. Ein Blitz erhellt die Szenerie, unmittelbar danach kommt der Donner. Das Gewitter entlädt sich direkt über mir. Wie passend. Die letzten drei Monate war ich wie aufgeladen von neuen Eindrücken: Neue Stadt, neuer Job, neuer Mann. Ich habe mich gefühlt wie ein übertouriger Motor, volle Kanne Bleifuß, fünfter Gang auf höchster Drehzahl. Zuletzt hatte ich wieder diese Stress-Kopfschmerzen und einen Nacken, so hart wie die geflexte Wade von David Odokor. Jetzt entlädt es sich also.
Ich sollte eigentlich nicht auf dem Balkon sitzen und mir das Gewitter ansehen. Eigentlich sollte ich Themen finden. Themen. Themen. Themen. Als Journalist ist man gezwungen, alles von der schnellen Seite her zu betrachten. Und es wird immer schneller. Meine drei Email-Fächer, mein Myspace-Profil und das bei Xing sind ständig zugespamt von Mails, Alerts, RSS-Feeds. Sie zu verwalten dauert wahrscheinlich schon fast länger als die Infoseiten selber einzeln abzurufen. Schreiben muss ich noch, so ungefähr 20 000 Zeichen. Noch zwei Artikel bis zur Deadline am ersten. Und wenn ich meine Themen vorgeschlagen und Exposés geschrieben habe, geht es weiter.
Aber jetzt sitze ich hier auf dem Balkon und zünde mir noch eine Gauloises an, die wievielte heute? Keine Ahnung, das Big Pack ist gleich leer. Ich rauche zu viel. Das sollte ich nicht tun. Ich tue es doch. Die Luft kühlt ab. Ich friere in meinem dünnen Super700-T-Shirt, aber ich bin zu faul, mir was überzuziehen. Ein Moment noch, nur noch diese Zigarette, dann gehe ich rein. Dann arbeite ich weiter.
Bis dahin lausche ich noch einen Moment lang dem vorüberziehenden Gewitter, den vorbeischwimmenden Autos und den Zügen der nahe gelegenen S-Bahn-Station. Alles zieht vorüber, irgendwann. Hoffentlich. Auch der Regen, dieser verdammte Regen, warum regnet es denn ständig in Hamburg? Aber auch der ist in Bewegung, nur vertikal, nicht horizontal. Alles bewegt sich, nur ich nicht. Ich kann mich nicht bewegen. Ich kann nur warten. Abwarten und Tee trinken. Vielleicht passiert gleich etwas. Vielleicht ruft Marc an. Ich könnte natürlich auch anrufen. Aber ich tu’s nicht. Ich bleibe sitzen, verharre regungslos auf der Kante der Balkontür und starre auf das Pistaziengrün der von der Straßenlaterne angestrahlten Ahornblätter.
Und während ich da so sitze und starre, kommt mir eine Idee: ich werde bloggen. Das ist herrlich profilneurotisch und passt zu mir und wird Selbstversuch und –therapie in einem. Gehirnmüllentladung. Gedanken-Diarrhoe. Alles muss raus!
Der Regen hat aufgehört, das Gewitter auch. Der Himmel ist nachtschwarz, die Ahornblätter immer noch pistaziengrün. Das sieht schön aus und eigentlich doch ganz real.

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